11. April 2011

Yelena 01. Yelena und die Magierin des Südens - Maria V. Snyder

Maria V. Snyder
Yelena 01
 Yelena und die Magierin des Südens


Autor: Maria V. Snyder
Verlag: Mira Taschenbuch
Preis: 7,95€ 

Kurzbeschreibung:

Kurz vor ihrer Hinrichtung wird Yelena ein außergewöhnliches Angebot gemacht: Sie bekommt das beste Essen, eigene Gemächer im Schloß und riskiert ihr Leben, falls jemand versucht, den Kommandanten von Ixia zu töten. Und so entscheidet sich Yelena, unter Anleitung des Sicherheitschefs Valek Vorkosterin des Kommandanten zu werden. Aber Valek überlässt nichts dem Zufall: Damit sie nicht flieht, gibt er ihr regelmäßig Schmetterlingsstaub ins Essen. Und nur, wenn sie täglich das Antiserum von ihm erhält, kann sie ihren langsamen und qualvollen Tod verhindern. Als Rebellen planen, Ixia in ihre Gewalt zu bringen, entwickelt Yelena magische Kräfte, die sie nicht kontrollieren kann. Doch Magie ist in Ixia unter Todesstrafe verboten. Einzig Yris, die Magierin des Südens, kann ihr jetzt noch helfen. Doch wenn Yelena versucht zu fliehen, wird der Schmetterlingsstaub sie langsam aber sicher vergiften. 

Eigene Meinung:
Yelena sitzt wegen Mordes im Kerker und wartet darauf gehängt zu werden. An dem Tag, an dem ihr Urteil vollstreckt werden soll, geschieht jedoch etwas unerwartetes. Der Beamte dem sie vorgeführt wird um ihre Tat noch einmal zu gestehen bietet ihr einen Ausweg an - wenn sie Vorkosterin des Commanders wird entgeht sie dem Galgen. Trotz der Tatsache das auch dieser Job sie das Leben kosten kann nimmt die junge Frau ihn an. Ab diesem Zeitpunkt verändert sich ihr Leben, das schon vorher aus den Fugen geraten war, völlig. Velak, der Chef des Geheimdienstnetzwerkes und der persönliche Sicherheitsberater des Commanders, beginnt damit sie zu unterrichten. Er lernt sie Gifte zu erschnuppern und ihren Geschmack zu erkennen. Seine Methoden könnten sie jeden Moment töten, denn natürlich muss sie mit echtem Gift üben und nicht nur eine Liste auswendig lernen. Schließlich wird Yelena nach etlichen Wochen offiziele Vorkosterin des Commanders. Doch es ist noch nicht genug das sie ihr Leben tagtäglich aufs Spiel setzt, im Gegenteil, es tauchen immer mehr Probleme auf. Der General dessen Sohn sie getötet hat, Zauberkräfte die langsam in ihr erwachen und eine Magierin aus dem Süden die scheinbar nach ihrem Leben trachten. 

Die Namen der Gifte fand ich teilweise doch ein bisschen komisch gewählt. Ich finde nicht das sie sonderlich zu den gefährlichen Substanzen passen, aber das ist wahrscheinlich Ansichtsssache. Valek ist ein ziemlich geheimnissvoller Mann der mir das ein oder andere Rätsel aufgegeben hat. Yelenas Verhältnis zu ihm wandelt sich langsam aber sicher und man merkt bei manchen Gelegenheiten deutlich das die beiden allmählich mehr füreinander empfinden. Doch diese Entwicklung erscheint unwichtig angesichts der Geschehnisse in der Burg. Brazell, der General dessen Sohn sie getötet hat, scheint einen finsteren Plan zu verfolgen. Die Zeichen werden immer deutlicher und bringen auch Yelena in Gefahr, denn natürlich trachtet Brazell noch immer nach ihrem Leben und würde sie am liebsten tot sehen. 

Trotz der Tatsache das sie jeden Tag sterben könnte, hat Yelena es geschafft mit einigen Menschen in der Burg Freundschaft zu schließen. Die Stellen mit Ari und Janco haben mir immer sehr gefallen. Ich hätte am Anfang des Buches nie damit gerechnet das sie eine größere Rolle spielen werden, doch ich hoffe das sie auch in den weiteren Bänden auftauchen. 

Das Ende des Buches spielt schließlich auf dem Anwesen von Brazell und ist ziemlich spannend. Ich habe mit Yelena, Valek und den anderen mitgefiebert und das Geheimnis des Commanders wurde schließlich auch entgültig gelüftet. Obwohl das Ende Grund zur Freude gibt, ist es doch auch traurig. Valek und Yelena werden von einander getrennt wo sie sich doch gerade erst gefunden haben, dennoch bleibt die Hoffnung bestehen das sie sich wieder sehen. Zumindest wenn man Valek glauben kann. 

Am Schreibstil der Autorin ist absolut nichts auszusetzen und die Idee die hinter diesem Buch steht ist sehr interessant. Ich bin mir sicher in den nächsten beiden Bänden wird noch vieles geschehen mit dem man nicht gerechnet hat und ich bin gespannt ob Yelena ihre Familie finden wird.

Ein gelungener Auftakt für die Trilogie um Yelena. Spannend, mitreisend, düster und romantisch. Mich hat das Buch von der ersten Seite an gefesselt und es gibt keine Stelle bei der ich sagen könnte das ich sie langweilig oder unnütz fand. Ich freue mich auf die Weiterführung der Geschichte in "Yelena und der Mörder von Sitia" den die Post hoffentlich morgen bei mir abliefern wird. 

4/5 Sternen  

Gesamte Reihe im Überblick:
1. Yelena und die Magierin des Südens
2. Yelena und der Mörder von Sitia
3. Yelena und die verlorenen Seelen 

1 Kommentare:

Mila hat gesagt…

Ah, interessant mal eine andere Meinung zu sehen!
Ich hab den ersten Teil vor ein paar Jahren gelesen und fand ihn nicht so toll. Ich fands viel zu vorhersehbar und Yelena hat sich für mich zu sehr in die Mary Sue-Richtung entwickelt. Und da ich das nicht so mag, hab ich dann Teil 2 nicht mehr gelesen.

lg
Mila

Kommentar veröffentlichen