22. Mai 2011

Dhampir 01. Halbblut - Barb J.C. Hendee

Barb J. C. Hendee  
Dhampir 01
Halbblut

 
Informationen zum Buch:
Taschenbuch: 431 Seiten
Verlag: Egmont Lyx
ISBN-13:  978-3802584053
Preis: 8,95€

Dhampir Reihe:
1. Halbblut
2. Seelendieb
3. Dunkelland
4. Blutsverrat
5. Schattenherz
6. Götterjagd

Kurzbeschreibung:
Die junge Magiere und der Halbelf Leesil sind ein eingespieltes Gaunerpärchen. Sie geben vor, Vampirjäger zu sein, um gutgläubige Menschen mit ein wenig Hokuspokus um ihr Vermögen zu erleichtern. Das geht so lange gut, bis sie eines Tages auf einen echten Vampir stoßen und ihn versehentlich zur Strecke bringen. Die Gemeinschaft der Untoten trachtet ihnen fortan nach dem Leben.

Cover:
Das Cover finde ich diesmal doch sehr passend. Die junge Frau könnte vom Aussehen her wirklich Magiere sein und die Fledermäuse lassen einen sofort an einen Vampirroman denken. Die Buchrücken der Reihe sind gleich und lassen einen schon von weitem erkennen um was es sich handelt und dank der Nummer ganz oben, ist es einfach sich den Teil der Reihe rauszusuchen den man lesen möchte. 

Eigene Meinung:
Seit vielen Jahre reisen Magiere und Leesil von einem Dorf zum nächsten und erleichtern die Dorfbewohner um ihr Geld, indem sie vorgeben einen Vampir zu töten und die Menschen dadurch zu retten. Da die Dorfbewohner sehr abergläubisch sind, fällt dies den beiden nicht sehr schwer. Doch Magiere verspürt seit einiger Zeit den Wunsch mit dem Spiel aufzuhören und sesshaft zu werden und kauft schließlich eine Taverne in einem kleinen Küstenort namens Miiska. Leesil ist am Anfang nicht gerade begeistert von dieser Änderung des Planes, doch schließlich fügt er sich und folgt Magiere. 

Das friedliche Leben das Magiere sich erhofft hatte, wird jedoch von Ereignissen überschattet die schon im letzten Dorf das sie um ihr Geld gebracht haben beginnen. Ein seltsamer Mann greift sie mitten in der Nacht an und nennt sie "Jägerin". Magiere hält ihn zunächst für einen kranken Dorfbewohner und ist überrascht von dessen Schnelligkeit und seiner Verwunderung über den Schmerz der ihm zugefügten Wunden. Aber auch Magiere macht eine Verwandlung durch die sie sich nicht erklären kann. Schnell wird klar das sowohl Magiere, als auch Chap, Leesils Hund, ein Geheimniss umgibt. Einige Wegstunden entfernt spürt schließlich der Vampir Rashed das sein Bruder getötet worden ist und Magieres Wunsch nach Frieden wird in diesem Moment zum scheitern verurteilt, denn Rashed und seine kleine Vampirfamilie möchte Rache und vor allem, die Jägerin daran hindern zu ihrem Heimatort Miiska zu kommen. 

Ich brauchte einige Zeit bis ich mit Magiere und Leesil warm wurde, doch nach ein paar Seiten fieberte ich mit den beiden und mit Chap mit. Alle drei umgeben Geheimnisse die sie vor dem jeweils anderem verstecken (die Außnahme bildet hier Chap, schließlich ist er trotz allem nur ein Hund) und die sie zu dem gemacht haben was sie sind. Zwar erfährt man etwas über Magieres und Leesils Veragngenheit, doch viel ist es nicht und so hoffe ich das man in den weiteren Bänden ein wenig mehr erzählt bekommt. Magieres Wunsch nach einem friedlichen Leben ist absolut nachvollziehbar und auch wenn Leesil am Anfang noch versucht das ganze abzuwenden, ist er am Ende doch sehr zufrieden mit der Situation. 

Die Taverne in Miiska die Magiere gekauft hat wird sozusagen zum zentralen Punkt der Geschichte, da hier geplant, gefeiert und auch gekämpft wird. Man lernt ein paar Nebencharaktere kennen die einem ans Herz wachsen und eine durchaus größere Rolle im Lauf der Geschichte spielen, wie zum Beispiel der Schmied Brenden. Ein Mann der für seine Freunde einsteht und nicht einfach zusehen kann wenn jemandem Unrecht angetan wird. Er wird zum wichtigsten Verbündeten für Magiere und Leesil im Kampf gegen die Vampire. 

Richtig gut fand ich das die beiden praktisch von den Geschehnissen überrascht werden. Zwar spricht sich irgendwann im Dorf rum das Magiere eine Jägerin der Untoten ist, doch natürlich wissen die Menschen nicht das dies alles nur gespielt war. Weder Magiere noch Leesil glauben wirklich an Vampire und sind dementsprechen überrumpelt als ihnen klar wird das es diese wirklich gibt. Es dauert auch wirklich lange bis ihnen klar wird das sie vor diesem Kampf nicht fliehen können. 

Rasheds kleine Vampirfamilie wird auch näher beleuchtet als ich gedacht hätte. Es gibt Ausschnitte aus ihrer Vergangenheit die einem erzählen wie sie nach Miiska gekommen sind und weshalb sie so oder so reagieren. Allerdings muss ich sagen das ich diese Rückblicke - meistens die von Teesha, doch eher langweilig fand. Eine wirkliche Verbindung konnte ich zu den Vampiren auch nicht aufbauen, aber das hat jetzt nicht sonderlich gestört. Auch fand ich die Vampire ein wenig blass, allen voran Rashed. Von ihm erfährt man eigentlich so gut wie nichts. Zudem konnte ich mich mit der Darstellung der Vampire absolut nicht anfreunden (Stichwort wie eine Spinne an Wänden emporklettern usw.). 

Die Kämpfe sind packend und teilweise kann man sich nicht sicher sein wie das ganze ausgeht. Es gibt hier kein, nur Gut oder nur Böse, nicht nur schwarz oder weiß, sondern auch Grautöne. Sowohl die Vampire, als auch Magiere wollen einfach nur in Ruhe und Sicherheit leben, machen sich aber aufgrund von Missverständnissen gegenseitig das Leben schwer. Einzig Edwan, Teeshas verstorbene Ehemann, der als Geist den Geschehnissen beiwohnt, begreift zum Ende hin das dieser Kampf gar nicht sein müsste. 

Schließlich weiß Magiere auch endlich woher die ganzen Veränderungen kommen die sie durchläuft sobald sie mit einem Vampir kämpft, doch wirklich begeistert ist sie von der Tatsache ein Dhampir zu sein nicht. Der geheimnissvolle Welstiel der ihr immer wieder Tipps gibt, hat seine eigenen Gründe dafür. Hat man am Anfang noch geglaubt er wolle vielleicht zur Rettung der Menschen etwas beitragen, so wird später klar das er eigene, noch geheime Ziele verfolgt und ich freue mich darauf herauszufinden worum genau es ihm eigentlich geht.  

Fazit: 
"Halbblut" ist ein spannendes Buch das durchaus der Auftakt zu einer interessanten und mitreißenden Reihe sein könnte. Interessante und vielschichtige Charaktere mit denen man mitfiebert und ein spannungsgeladener Plot versprechen großes Lesevergnügen. Nur die Vampire bekommen von mir einen Punkt abzug da ich sie blass fand und ihre Darstellung mir nicht wirklich gefiel. Ansonsten kann ich dieses Buch absolut weiterempfehlen und sobald ich die Zeit dazu habe, werde ich mit dem zweiten Band beginnen. 

4/5 Sternen 

An dieser Stelle ein großes Dankeschön an den Egmont Lyx Verlag das sie mir dieses Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben! 

1 Kommentare:

Colliding Worlds hat gesagt…

*seufz*, ich glaube es wird Zeit, auch diese Reihe auf meinen Wunschzettel zu setzen. Da es ja nun den/die ersten Teile im TB-Format gibt, ist die Sache wohl einen Versuch wert.
Danke für die aufschlussreiche Rezi und deinen Kommentar auf meinem Blog :)

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