22. Juni 2011

Das Vermächtnis des Raben - Hildegard Burri-Bayer

Hildegard Burri-Bayer
Das Vermächtnis des Raben

Informationen zum Buch:  
Taschenbuch: 352 Seiten 
ISBN-10: 3899413997
Preis: 8,95€

Die Reihe im Überblick:
1. Die Sternenscheibe
2. Der goldene Reif
3. Das Vermächtnis des Raben

Kurzbeschreibung:
Aila kommt aus der Vergangenheit - durch einen Zeitsprung wird die junge Frau aus der Eisenzeit ins heutige Schottland versetzt. Sie hat einen wichtigen Auftrag, denn sie allein kann den goldenen Reif, der über das Schicksal ihres Volkes entscheiden wird, finden und zurückbringen. Doch als sie mit dem Reif in die Vergangenheit zurückkehrt, gerät sie in tödliche Gefahr, die nur der Druide Mog Ruith von ihr abwenden kann. Denn Mog Ruith kennt Ailas Geheimnis, und nur er kann ihr den Weg zurück ermöglichen: den Weg zurück ins Heute, zurück ins Leben, zurück zu dem Mann, den sie liebt. 

Eigene Meinung:
Nachdem ich das Buch nun zu Ende gelesen habe, bin ich geteilter Gefühle. Leider sind die meisten davon nicht so positiv wie ich am Anfang des Buches gehofft hatte. Ich fand es sehr interessant wie Aila auf die Zukunftswelt reagiert hat und habe gespannt jede ihrer Erkundungen mitverfolgt, auch wenn ihr Verhalten teilweise einfach nicht nachzuvollziehen war. Sie geht offen auf die ihr fremden Menschen zu, scheint sich nicht über die modernen Häuser zu wundern und steigt ohne großen Protest in ein Auto. Hier und da ist sie über die Unhöflichkeit der Menschen in Tränen ausgebrochen, aber ansonsten fand ich das ihr Verhalten einfach nicht zu so einer Situation gepasst hat. 

Nachdem sie die ehemalige Schulleiterin ihrer Mutter kennengelernt hat, wurde die Sache ein wenig spannender. Zumindest für mich, denn ich habe erst vor kurzem erfahren das dies eigentlich der dritte Teil einer Reihe ist und hatte somit von den Geschehnissen in den Vorgängerbänden keinerlei Ahnung. Was ich absolut als positiv empfinde ist das man "Das Vermächtnis des Raben" auch ohne Vorkenntnisse lesen kann und Ungereimtheiten einem im Laufe der Geschichte erklärt werden. Man könnte das Buch also durchaus als Einzelband lesen. Ob ich mir den zweiten Band der Reihe und damit die Geschichte von Ailas Eltern kaufen werde, weiß ich noch nicht. Zwar wird das Buch ab Seite 250 bis zum Schluss etwas spannender, doch ich konnte während des lesens absolut keinen Bezug zu den Protoganisten herstellen. Zu keinem von ihnen. Bei mir kam so gut wie kein Gefühl an und das fand ich doch sehr schade. 

Die tolle Liebesgeschichte auf die man sich dank der Kurzbeschreibung freut, ist flach, emotionslos und kaum vorhanden. Es gibt nur eine einzige romantische Szene. Allgemein wird die Beziehung zwischen Aila und Dave sehr schnell abgehandelt. Die beiden sehen sich, verlieben sich sofort in einander und das innerhalb von ein paar Seiten. Das ging einfach zu schnell. Zudem waren sie dann den Rest des Buches von einander getrennt und finden sich erst gegen Schluss wieder. Ich hatte auf ein freudiges Wiedersehen gehofft und wurde leider enttäuscht. Kaum haben sich die beiden gefunden, kommt auch schon der eine Seite lange Epilog in dem die beiden gar nicht mehr vorkommen. Das hätte man eindeutig besser machen können.

Neben Ailas Erkundung der neuen Welt, fand ich auch die Geschehnisse im Hochland Britanniens sehr interessant. Die Gebräuche und Gesetze der Menschen und Mariams Versuch sich ihnen anzupassen, haben mir über einige Längen hinweg geholfen. Manchmal hätte ich über die Abergläubigkeit der Dorfbewohner am liebsten geflucht und ich hatte teilweise doch Mitleid mit Miriam die als Frau der Zukunft mit dieser Engstirnigkeit fertig werden musste. 

Von Fantasy habe ich auch nicht viel gefunden und ich wundere mich wirklich das "Das Vermächtnis des Raben" zu diesem Genre gehören soll. Außer den Visionen der Druiden und dem Zeitsprung geschah magietechnisch eigentlich nichts. Ich sehe das Buch doch eigentlich eher als historischen Roman an.  

Fazit:
Ich persönlich kann "Das Vermächtnis des Raben" nicht weiterempfehlen. Oberfläche Charaktere die oftmals merkwürdig reagieren, ein meist langweiliger Plot und eine Liebesgeschichte die man als solche eigentlich gar nicht bezeichnen kann, haben es mir schwer gemacht das Buch auch wirklich fertig zu lesen. Einziger Lichtblick ist das die Spannung von Seite 250 bis zum Ende etwas ansteigt und das interessante Leben der Menschen im damaligen Britannien. Ob ich den zweiten Teil der Reihe lesen werde weiß ich nicht, wenn dann nur aus reiner Neugierde ob er besser ist als sein Nachfolgeband. 

2/5 Sternen  

 Vielen Dank an den Mira Taschenbuch Verlag für das bereitstellen des Rezensionsexemplares!

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