25. Juni 2011

Die Sturmjäger von Aradon 01. Feenlicht - Jenny-Mai Nuyen

Jenny-Mai Nuyen
Die Sturmjäger von Aradon 01
Feenlicht

Informationen zum Buch:
Taschenbuch: 480 Seiten
Verlag: Blanvalet
ISBN-13: 978-3442376124
Preis: 13,00€

Die Sturmjäger von Aradon:
1. Feenlicht
2. Magierlicht

Kurzbeschreibung:
Dank ihrer Magie gebieten die Menschen von Aradon über das Zwergenvolk, die Trolle und die Feen. Doch nun hat das Alte Volk, einst Herrscher über die gesamte Erde, vier Dämonen auserwählt, um Aradon zu unterwerfen. Damit scheint der Untergang der Menschheit besiegelt. Allein die junge Sturmjägerin Hel kann die Auserwählten jetzt noch aufhalten. Bis einer der Dämonen ihr das Leben rettet und Hel vor eine schreckliche Entscheidung stellt: zwischen dem Hass auf ihren Feind und ihrer Liebe zu ihm …

Eigene Meinung:
"Feenlicht" war mein zweiter Jenny-Mai Nuyen Versuch und ich muss sagen, es gefällt mir um einiges besser als "Rabenmond". Die Welt die sie da geschaffen hat ist sehr interessant und das Magiesystem habe ich so noch nie gesehen. Als ich bemerkt hatte das sich der Anfang auf einem schwebenden Schiff abspielt, war ich wirklich skeptisch ob mich das in seinen Bann ziehen kann, denn eigentlich habe ich es mit solchen Sachen überhaupt nicht. Es erinnerte mich sehr an Weltraum Romane. Zum Glück wird die Sache dadurch gemildert das die Welt doch mehr mittelalterlich als fortgeschritten ist. Sicher, es gibt viele interessante moderne Erfindungen, doch das störte mich nicht weiter.  
 
Hel ist ein sehr interessantes junges Mädchen. Weder sie noch irgendjemand anders scheint zu wissen oder zu ahnen woher ihre Fähigkeit kommt das Lirium, also die Magie, zu sehen, geschweige denn woher sie überhaupt stammt. Alles an das sie sich erinnert sind ein paar Träume von Tod, Verzweiflung und der Erde die sich auftut und die Menschen verschlingt. Womit ich auch schon zum lebendigen Land komme. Ich muss zugeben, die Vorstellung das sich die Erde durch die Magie erhebt und urplötzlich Städte vernichtet oder Menschen tötet, war doch ein wenig befremdlich, jedoch sehr interessant und eindeutig gut durchdacht. Durch die Gier der Menschen ist das Lirium aber in weiten Teilen der Welt aus der Erde verschwunden und stellt keine Gefahr mehr da. Was ein Vorteil hätte sein können, ist genau das Gegenteil. Die Menschen brauchen Lirium um ihre Erfindungen zu bedienen und Magie zu wirken. Sind die Lirium Vorkommen völlig erschöpft, geht alles verloren. Das schlimmste das in ihren Augen passieren kann. 

Nach der langen Zeit ist das Lirium fast vollständig verschwunden und die schwebenden Schiffe der Sturmjäger treffen nur noch sehr selten auf einen Liriumsturm. Umso verwunderlicher ist es das die Schwalbe scheinbar vom lebendigen Land angegriffen und zerstört wurde. Einzige Überlebende - Hel. Um das junge Mädchen ranken sich viele Geheimnisse. Ob es nun ihr verwundetes Auge und die Fähigkeit Lirium zu sehen ist, ihre neblige Vergangenheit, oder ihre merkwürdigen Heilkräfte die kein anderer außer ihr zu besitzen scheint. Doch es gibt eine Person die noch weitaus geheimnissvoller ist. Mercurin hat Hel aus den Trümmern der Schwalbe gerettet und versorgt und begleitet sie schließlich nach Har'punaptra. Er kann Magie wirken wie kein anderer und weicht den Fragen nach seiner Herkunft und seinem Namen immer aus. Zwischen den beiden bildet sich im Laufe der Zeit etwas das nicht sein darf. 

"Feenlicht" ist durchgehend spannend, auch wenn es an manchen Stellen etwas langatmig, aber niemals uninteressant wird. Am besten gefielen mir doch die Reise durch die Wüste und später, die Suche der Gefährten nach dem Dämon. Es werden einige interessante Charaktere eingefügt, vor allem der Ise Kelda hat mir sehr gefallen. Er erinnert mich in seiner Führerposition und seinem Verhalten doch sehr an Aragorn aus dem Herrn der Ringe. Ich bin gespannt ob man in den Folgebänden ein wenig mehr über ihn erfährt, denn er ist doch sehr verschwiegen und gibt nur selten etwas von sich preis.

Eines Liebesgeschichte ist in meinen Augen zumindest in diesem Band noch nicht wirklich vorhanden. Man merkt zwar durchaus das zwischen Mercurin und Hel etwas ist das Liebe sein könnte, aber so genau wird darauf nicht eingegangen. Vor allem ihre zweite Begegnung läuft alles andere als schön ab und wirft einige Fragen auf. Leider habe ich jetzt schon das Gefühl das diese Trilogie auch diesmal ein trauriges Ende nehmen wird. Ich bezweifle das es ein Happy End geben wird oder die beiden zueinander finden. Deswegen gehe ich, was diese Sache angeht, mit ziemlich niedrigen Erwartungen ran.

Fazit:
"Feenlicht" eröffnet einem eine interessante Welt und ein Magiesystem das sich sehen lassen kann, sowie Charaktere die man einfach gern haben muss und einem spannenden Plot. Ich bin mir sicher in den Folgebänden erwarten den Leser noch viele Überraschungen. Leider ist es jetzt schon abzusehen das auch dieses Werk der Autorin wahrscheinlich kein Happy End haben wird. 

5/5 Sternen

Vielen Dank an den Blanvalet Verlag der mir dieses Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat!

2 Kommentare:

Nazurka hat gesagt…

Super, dass dir das Buch doch noch zugesagt hat! Hab die ganze Zeit schon gebangt..^^

Zu deinem Schluss-Statment: Da könnte ich jetzt was sagen, wills dir aber eigentlich nicht vorwegnehmen.. aber du bist auf dem falschen Dampfer. Zumindest, wenn es bei "Magierlicht" als letztem Buch der Reihe bleibt!

Liebe Grüße,
Nazurka

Sky hat gesagt…

Dann hat es die Autorin doch noch geschafft, dich zu überzeugen. Mal sehen wie mein Leseeindruck noch werd ;)

Achja und ich hab hier einen Award für dich!
http://sky-buchrezensionen.blogspot.com/2011/06/mein-vierter-award.html

Liebe Grüße,
Sky

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