14. September 2011

Sonea 01. Die Hüterin - Trudi Canavan

Trudi Canavan
Sonea 01
Die Hüterin

Informationen zum Buch:
Gebundene Ausgabe: 576 Seiten
Verlag: Penhaligon
ISBN-10: 3764530413
Preis: 19,95€

Sonea Reihe:
1. Die Hüterin
2. Die Heilerin
Fortsetzung folgt...

Kurzbeschreibung:
Zwanzig Jahre sind seit den Ereignissen in der Trilogie „Die Gilde der Schwarzen Magier” vergangen. Auf Wunsch der Gilde hat Sonea nur einem einzigen Magier das Geheimnis der Schwarzen Magie offenbart. Doch sie ist nicht glücklich mit der Wahl, die die Gilde dafür getroffen hat. Kallen ist zwar ein ehrenhafter, aber auch ein harter und zu schnell urteilender Mann. Vielmehr sorgt Sonea sich allerdings um ihren Sohn. Lorkin hat gerade die Abschlussprüfung hinter sich gebracht und brennt jetzt darauf, sich zu beweisen. Daher begleitet er den Botschafter der Gilde nach Sachaka, wo den Magiern Kyralias immer noch unzählige Gefahren drohen. Und tatsächlich verschwindet Lorkin eines Tages ohne ein Wort der Erklärung. Sonea ist beunruhigt, doch sie kann sich nicht einmal an der Suche nach Lorkin beteiligen. Denn in Kyralias Unterwelt tobt ein Krieg, in den auch Magier verwickelt zu sein scheinen – und der alles, was in den Jahren des Friedens aufgebaut wurde, gefährdet ...

Eigene Meinung:
Also ich bin sehr zwiegespalten was dieses Buch angeht. Beim ersten Gilde der schwarzen Magier Band "Die Rebellin" war ich von Anfang an gefesselt und habe das Geschehen mit Spannung verfolgt, etwas das hier völlig weg bleibt. Der Anfang ist zäh und nicht wirklich interessant. Erst nachdem Dannyl und Lorkin in Sachaka sind und Cery herausfindet das sich eine wilder Magierin in Imardin aufhält, wird es interessanter. Spannung sucht man aber selbst jetzt völlig umsonst. Das ist einer der größten Kritikpunkte. Zwar ist das Buch durchaus interessant und kann den Leser dadurch an der Stange halten, aber Spannung ist außer am Ende, überhaupt nicht vorhanden. Natürlich darf man dabei nicht vergessen das dies der erste Band einer Trilogie ist, aber selbst da sollte man doch ein gewisses Maß an Spannung erwarten können. 

Dazu kommt, das die meisten Charaktere die man aus Gilde der schwarzen Magier kennt, sich so verändert haben, das man sie kaum wiedererkennt. Allen voran Sonea. Ich konnte beim lesen wirklich nur sehr wenig von der alten Sonea in ihr wiederfinden, jener Sonea, die sich nicht einfach so mit den ungerechten Regeln der Gilde abgefunden hätte. Auch Rothen ist nur noch ein blasser Charakter der ab und an Ratschläge verteilen darf und ansonsten überhaupt nicht am Geschehen teilnimmt. Etwas das ich sehr schade finde, denn ich habe seine Passagen früher immer sehr gerne gelesen. Der einzige Charakter den ich noch richtig mit seinem alten Ich identifizieren konnte, war Dannyl. Auch wenn ich seine furchtbar neugierige Art und seine Lauscherei vermisse, allerdings wird das ganze dadurch abgemildert das er diese Eigenschaft nun auf die Geschichten vergangener Zeiten konzentriert. 

Welcher Charaktere mich positiv überrascht hat, war Regin. Schon im letzten Band der Gilde der schwarzen Magier habe ich aufgehört ihn zu hassen, aber in "Die Hüterin" ist er mir richtig symphatisch geworden! Obwohl diese fiese Ader die er in "Die Novizin" an den Tag gelegt hat, sicher noch vorhanden ist, so lebt er diese doch nicht aus, sondern hat sich zu einem intelligenten und gerechten Mann entwickelt über den ich sehr gerne lese. 

Enttäuscht war ich leider von Lorkin. Ich finde er ist einfach viel zu blass geworden. Man erfährt so gut wie nichts persönliches von ihm und kann sich dadurch auch nur schlecht mit ihm "anfreunden". Ich muss auch sagen das seine Teile des Buches, für mich persönlich am langweiligsten waren, auch wenn ich durch das Ende, wieder die Hoffnung hege das sich dies im zweiten Band ändern wird. Trotz allem merkt man doch sehr deutlich welche Lücken Akkarin und Lorlen hinterlassen haben. Vor allem da ich mich mit Osen als Administrator irgendwie gar nicht anfreunden konnte. Er ist mir zu distanziert wo Lorlen früher Wärme ausgestrahlt hat.

Fast wütend wurde ich, als ich bemerkt habe, was Trudi Canavan aus den Dieben gemacht hat. In Gilde der schwarzen Magier war ich begeistert von ihrem Zusammenhalt und ihrer ganzen Art. Jetzt erkenne ich sie kaum wieder. Das ganze ähnelt jetzt eher einer Maffia, die Straße der Diebe ist nicht mehr sicher und die meisten der bekannten Diebe leben nicht mehr. Man merkt diese Veränderung auch an Cery sehr deutlich, was ich wirklich schade finde.

Alles in allem würde ich sagen das sich die Dinge in Imardin in den vergangenen 20 Jahren eher verschlechtert, als verbessert haben. 

Etwas das ich auch absolut nicht verstehen kann, ist Trudi Canavans Weigerung Erotik Szenen ganz auszuschreiben. Schon in "Die Meisterin" hat diese Tatsache gestört da man sich, wenn man es nicht vorher schon wusste, wirklich gewundert hat zu welchem Zeitpunkt Sonea bitte schwanger werden konnte da es keine Hinweise darauf gab das Akkarin und sie Sex gehabt hatten. Lediglich mit viel Fantasie kann der Leser die Stellen rauspicken wo es wohl dazu gekommen ist. Ich sage nicht das sie mehr solcher Szenen schreiben sollte, aber ich finde einfach es passt zu diesen Büchern einfach nicht das solche Sachen nicht ausgeschrieben werden, vor allem da man sich als Leser dann oftmals fragt, was war das denn? 

Die Geschehnisse um die wilde Magierin fand ich wirklich sehr spannend, vor allem dann das Ende und die Enthüllung die damit einherging. Auch Dannyls Passagen habe ich gerne gelesen und ich musste doch grinsen als er von Ashaki Achati dieses Angebot unterbreitet bekommen hat. Ich finde die beiden wären wirklich ein sehr interesssante Paar. 

Allerdings gibt es noch etwas das mich verwirrt hat. Laut den Verräterinnen soll eine von ihnen Akkarin damals in Sachaka schwarze Magie beigebracht haben, in Gilde der schwarzen Magier erzählt dieser jedoch das es ein anderer Ichani war der ihn dies geleert hat. Weiter erfährt man in "Die Hüterin" das den Männern die bei den Verräterinnen leben, keine schwarze Magie beigebracht wird. Das passt alles nicht zusammen. Auf mich macht es den Eindruck das Trudi Canavan im Nachhinein noch einen Ansatz für eine Fortsetzung gesucht hat und dies keinesfalls so geplant hat.

Fazit:
"Die Hüterin" konnte mich leider nicht vollkommen überzeugen. Das Buch ist für Fans zwar durchaus interessant, Spannung sucht man jedoch bis auf das Ende vergeblich. Auch viele der Charaktere haben sich zu sehr verändert und manche Änderungen wie bei den Dieben, haben mich sehr gestört. 

Ich hoffe sehr das der zweite Band besser wird

3/5 Sternen

5 Kommentare:

buchverliebt hat gesagt…

Super, dass du endlich durch bist.
Wenn Band 2 doch jetzt da ist, dann lies doch direkt weiter. So würde ich es jedenfalls machen, ansonsten muss man sich evtl wieder hinein finden, wenn man es so viel später liest.

Da hat sich Medimops bestimmt gedacht du freust dich über die Sendung am heutigen Tag. :D

buchverliebt hat gesagt…

Du kommst ja recht gut voran mit "Sonea 02.". :)

Dafür hänge ich im Moment total. Nicht, weil es unbedingt schlecht ist, aber eben auch nicht richtig mitreißend.
Außerdem warte ich wie eine blöde auf das nächste Panem-Buch. Hmpf.

Wie war dein Tag? :D

buchverliebt hat gesagt…

Bei einem sehr guten Buch wäre ich sicherlich auch schon viel weiter, nur komme ich durch die Schule wenig zum lesen - zumindest diese Woche. Und ich bin einfach nur müde im Moment.

Was wird es denn für ein Buch von deiner Mutter geben? :D

buchverliebt hat gesagt…

*lach* entschuldige, ich habe mich verlesen. ^^

buchverliebt hat gesagt…

Es ist echt der Wahnsinn wie schnell du deine Bücher verschlingst.
Ich war heute erst im halb fünf zu Hause und habe dann die meiste Zeit mit Hausaufgaben und Ausarbeiten zu Projekten verbraucht. Echt ein bisschen ärgerlich.

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