5. Februar 2012

Blutsbande 01. Die Verwandlung - Jennifer Armintrout

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Jennifer Armintrout
Blutsbande 01
Die Verwandlung
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Informationen zum Buch:
Taschenbuch: 464 Seiten
Verlag: Mira Taschenbuch
ISBN-10: 3899414489
Preis: nur noch gebraucht erhältlich
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Blutsbande:
1. Die Verwandlung.
2. Besessen
3. Asche zu Asche
4. Nacht der Seelen

Kurzbeschreibung:
Ein Biss - und Carrie ist wie verwandelt. Nachdem die junge Ärztin in der Pathologie von einem Toten angefallen wurde, kann sie auf einmal kein Sonnenlicht mehr ertragen, verspürt plötzlich einen unerklärlichen Blutdurst. Ist sie etwa Opfer eines Vampirs geworden? Auf der Suche nach den Gründen für ihre rätselhaften neuen Gefühle lernt sie den charismatischen Vampirjäger Nathan kennen - und verliebt sich unsterblich in ihn. Doch die Blutsbande, die sie an ihren "Erschaffer" Cyrus fesseln, sind stärker ... Gleichzeitig fasziniert und abgestoßen von dem ebenso attraktiven wie bösartigen Untoten, gerät sie immer mehr in seinen finsteren Bann ...


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Eigene Meinung
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Erster Satz: Ich habe einmal einen Zeitungsartikel gelesen, in dem eine Umfrage über Ängste zitiert wurde.

Ich gebe zu, meine Erwartungen waren bei diesem Buch sehr hoch. Einige meiner Bekannten sind regelrecht begeistert von dieser Reihe und so hoffte ich natürlich es würde mir auch so ergehen. Leider ging diese Hoffnung nicht in Erfüllung, aber ich fange am besten am Anfang an. 

Der Anfang.. ja, den fand ich richtig gut, wenn auch ein wenig arg blutig und teilweise eklig. Dennoch war er sehr vielversprechend. Carrie war mir durch ihre Art sehr sympathisch und da das Buch aus ihrer Sicht geschrieben ist, war ich mir sicher einige vergnügliche Lesestunden vor mir zu haben. Zwar hat Cassie es nach ihrer Verwandlung doch sehr schwer, trotzdem versucht sie Haltung zu bewahren und das obwohl ihre Zukunft alles andere als rosig ist. Entweder tritt sie der Bewegung bei (einer Organisation von Vampiren die ihresgleichen, sozsagen die "Bösen" töten), oder sie wird aufgrund der Taten ihres Schöpfers selbst von dieser vernichtet. Das heißt entweder geht sie zu ihrem Schöpfer, der sie schließlich unfreiwillig verwandelt und damit ihr bisheriges Leben beendet hat und nebenbei gesagt auch ein richtiges Monster ist, oder sie tritt der Bewegung bei und tötet Vampire. Beides keine schönen Alternativen. Nicht zu vergessen die wütende "Freundin" ihres Schöpfers die immer wieder versucht sie aus dem Weg zu schaffen. 

Wie man sieht war der Anfang des Buches also alles andere als langweilig. Nate lernte Carrie sehr schnell kennen und auch die Anziehungskraft zwischen beiden ließ nicht lange auf sich warten, wurde jedoch von der ungewisxen Zukunft überschattet. Da Nate selbst der Bewegung angehört und noch dazu den Auftrag erhalten hat ihren Schöpfer zu töten, würde er es sein der sie töten müsste, sollte sie sich gegen einen Beitritt entscheiden. Ich muss zugeben, anfangs erinnerte mich das doch alles sehr an Cat und Bones. Dieses Gefühl ließ aber schnell wieder nach, denn obwohl so viel trara um die Bewegung gemacht wird, ist ihre Rolle in diesem Buch doch eher untergeordnet. 

Schließlich steht Carrie vor einer schweren Entscheidung und landet dann doch bei ihrem Schöpfer Cyrus. Ab diesem Punkt, ging alles den Bach runter. Cyrus empfand ich wirklich als einen der widerlichsten Charaktere der mir jemals begegnet ist. Nicht vom Aussehen her, das hätte mich auch stark gewunder, aber seine Persönlichkeit ist einfach nur widerlich. Dieser Vampir hat Spaß daran andere zu quälen, zu töten, zu manipulieren und sollten sie ihm nicht gehorchen.... Nunja, aufjedenfall begann Carrie sich, langsam aber sicher, ebenfalls zu verändert. Einen gewissen Teil ihres Verhaltens kann man wohl den Blutbanden zuschreiben die sie mit ihm, da er ihr Schöpfer ist, verbinden. Der Rest ihres Verhaltens allerdings, der geht auf ihre eigene Kappe. Sie hat Dinge getan von denen ich niemals gedacht hätte das sie es tut und auf der Sympathieskala ist sie leider ganz schnell wieder nach unten gerutscht. Bis zum Schluss konnte ich absolut nicht nachvollziehen was sie an diesem Vampir fand. Zwar tat er mir letztendlich dann doch ein wenig leid, nachdem die Vergangenheit ans Licht kam, seine Taten entschuldigen tut diese aber nicht.

Eine Liebesgeschichte ist auch nicht wirklich vorhanden. Sex gibt es durchaus, doch die Gefühle dabei - und ich bin nach dem lesen eigentlich der Meinung da waren so gut wie keine vorhanden - kamen bei mir einfach nicht an. Nachdem Carrie und Nate sich dann wieder näher kommen ist es auch nicht besser geworden. Die Dinge sind irgendwie komplett verworen. Am Ende kam ich schließlich darauf was mich die ganze Zeit gestört hatte. Diese Geschichte hat keinen roten Faden. Ich könnte nicht einmal sagen worum genau es jetzt ging. Um Carrie und ihr neues Leben als Vampirin? Oder um ihre morbide Beziehung zu Cyrus? Womöglich um die Bewegung und ihr Ziel Cyrus zu töten? Oder etwa doch um Carrie und Nate? Ganz ehrlich, ich weiß es einfach nicht, und genau das hat mich wahnsinnig gestört. 

Positiv ist das Carrie sich zum Schluss hin doch noch weiterentwickelt und die Dinge die sie bei Cyrus getan hat, aus einem anderen Blickwinkel sieht. Auch kann ich nicht behaupten das Die Verwandlung langweilig war, im Gegenteil. Es gab zwar einige Stellen an denen ich mich durchbeißen musste, aber das ist bei vielen Büchern so. Dank dem einfachen und leichten Schreibstil fliegen die Seiten auch nur so dahin. Dennoch hat das Buch für mich persönlich viel zu viele negative Aspekte. Hätte ich die restlichen Bände der Reihe nicht schon hier stehen, würde ich sie wahrscheinlich gar nicht weiterlesen.  

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Fazit
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Nette Idee, leider nur mittelmäßige Umsetzung. 

3/5 Sternen

2 Kommentare:

Jeanne hat gesagt…

Ich bin von der Reihe richtig fasziniert und kann dir daher sagen es wird im Verlauf der Reihe besser. Aber auch ekliger.
Wäre über deine Rezi zu den weiteren Büchern gespannt, wenn du sie weiter ließt.

Nazurka hat gesagt…

Schade! Das Cover sieht SO TOLL aus! Ich werds mir wahrscheinlich erstmal auf die Wunschliste schreiben, damit ich es nicht vergesse. Denn es klingt durchaus interessant!

Liebe Grüße,
Lela

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