8. April 2012

Birthmarked 01. Die Stadt der verschwundenen Kinder - Caragh O'Brien

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Caragh O'Brien
Birthmarked 01
Die Stadt der verschwundenen Kinder
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Informationen zum Buch:
Gebundene Ausgabe: 464 Seiten
Verlag: Heyne fliegt
ISBN-10: 345352800X
Preis: 16,99€

Birthmarked:
1. Die Stadt der verschwundenen Kinder
2. Das Land der verlorenen Träume
3. ?

Kurzbeschreibung:
Die junge Gaia gehört mit ihrer Mutter zu den wichtigsten Menschen ihrer Gemeinschaft: Als Hebamme muss sie jeden Monat die ersten drei Neugeborenen an der Mauer der Stadt abgeben – so lautet das Gesetz. Noch nie hat jemand es gewagt, gegen dieses Gesetz und die Herrscher jenseits der Mauer aufzubegehren. Doch dann werden Gaias Eltern verhaftet, und das Mädchen begibt sich auf die Suche nach dem Geheimnis der Stadt jenseits der Mauer – und nach dem Schicksal der verschwundenen Kinder …

Es ist eine unbarmherzige Welt, in der die sechzehnjährige Gaia aufwächst. Alles ist streng rationiert und jeder träumt von einem besseren Leben. Das ist jedoch nur wenigen Auserwählten vorbehalten, die in einer geheimnisvollen Stadt leben, der Enklave, hinter einer unüberwindlichen Mauer. Alle anderen müssen sich mit dem zufriedengeben, was die Enklave ihnen zuteilt. Der Preis dafür ist hoch: Jeden Monat müssen die ersten drei Neugeborenen an der Mauer abgegeben werden. Wer sich weigert, wird mit dem Tod bestraft, besonders Hebammen wie Gaia und ihre Mutter. Doch dann werden eines Tages Gaias Eltern verhaftet. Für das junge Mädchen zerbricht eine Welt, und sie beginnt Fragen zu stellen: Was geschieht mit den verlorenen Kindern? Als Gaia auf der Suche nach Antworten heimlich die verbotene Stadt betritt, beginnt für sie ein Abenteuer voller Gefahren, und sie macht eine Entdeckung, die das Schicksal der Kinder und die Zukunft der Menschen für immer verändern wird …

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Eigene Meinung
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Erster Satz: Im Halblicht der ärmlichen Hütte zwang sich die Frau, ein letztes, qualvolles Mal zu pressen, und das Baby glitt heraus, in Gaias griffbereite Hände.

Ich habe wirklich lange einen Bogen um dieses Buch gemacht. Zwar fand ich die Kurzbeschreibung durchaus interessant, aber dennoch nicht interessant genug um das Buch unbedingt haben zu müssen. Ich hatte also so meine Zweifel ob Die Stadt der verschwundenen Kinder wirklich etwas für mich ist. Gut möglich das auch der Preis eine Rolle spielte, denn als gebundene Ausgabe ist das Buch ja nicht gerade billig. Gaias Geschichte allerdings, konnte mich von Anfang an fesseln. Die Verzweiflung der jungen Mutter als Gaia ihr erstgeborenes Kind mit sich nimmt um es vorzubringen und Gaias Naivität die dieses handeln gar nicht in Frage stellt. 

Gaia macht im Laufe des Buches eine deutliche Entwicklung durch. Findet sie es am Anfang noch in Ordnung das die ersten 3 Babys des Monats ihren Müttern weggenommen werden um jenseits der Mauer in der Enklave zu leben, so lernt sie Stück für Stück das die Enklave keinesfalls so strahlend und gut ist wie sie immer glaubt. Erst als ihre Eltern gefangen genommen werden und auch nach etlichen Wochen nicht nach Hause zurückkehren, wird der jungen Frau klar das etwas nicht stimmt. Als sie dann auch noch erfährt das ihre Eltern hingerichtet werden sollen, hält sie nichts mehr außerhalb der Mauern und so macht sie sich dank etwas Hilfe auf den Weg in die Enklave. Von Anfang an ist ihr klar das dies ein gefährliches Unterfangen ist und das, wenn man sie findet, ihr Leben verwirkt ist. 

In der Enklave angekommen wird sie ziemlich schnell mit ihren Schattenseiten konfrontiert und von da an zersplittert ihr Bild des glücklichen Lebens in der Enklave Stück für Stück. Alles was für Gaia noch zählt ist die Befreiung ihrer Eltern, die, da ist sie sich absolut sicher, unschuldig sind. Nach und nach erfährt man auch weshalb all das geschieht und weshalb die Aufzeichnungen ihrer Mutter so wichtig für die Enklave sind. 

Eine große Liebesgeschichte gibt es nicht, eher ist diese so zart das sie jeden Moment reißen könnte. Leons und Gaias Liebe steht unter keinem guten Stern und obwohl man von Anfang an merkt das Leon scheinbar etwas für sie empfindet, bin ich mir bis zum Schluss hin was Gaias Gefühle für ihn angeht nicht sicher. Zwar sah es durchaus so aus als würde sie ihn lieben, zumindest soweit das in diese Situation möglich ist, aber irgendwie kam dieses Gefühl nicht so wirklich bei mir an. Wahrscheinlich liegt es daran das Gaias Hauptaugenmerk doch die Befreiung ihrer Eltern ist und die Liebesgeschichte auch nur leicht im Hintergrund vor sich hin dümpelt. Dennoch hat dieses zarte Band dem Buch noch eine gewisse "Würze" verliehen. 

Das Ende fand ich etwas enttäuschend, es lässt so viele Fragen offen, aber ich hoffe das diese zumindest zum Teil im zweiten Band der Reihe beantwortet werden.

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Fazit
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Ein gutes Buch das für mich unter den vielen Dystopien heraussticht. 

4/5 Sternen

1 Kommentare:

Tanja hat gesagt…

ich fand das buch ja so wunderbar :D
schön, das es dir auch gefallen hat! ^^

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