10. Oktober 2012

Benedict 01. Finding Sky - Joss Stirling

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Joss Stirling
Benedict 01
Finding Sky
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Informationen zum Buch:
Gebundene Ausgabe: 464 Seiten
Verlag: Dtv
ISBN-10: 3423760478
Preis: 16,95€

Benedict:
1. Finding Sky
2. Saving Phoenix (November 012)

Kurzbeschreibung:
Zed Benedict umgibt ein Geheimnis. Mit seiner Arroganz, seiner Unnahbarkeit, seinem Zorn schüchtert er alle ein: Lehrer, Mitschüler. Auch Sky, die sich, allerdings heimlich, stark zu dem unverschämt gut aussehenden Jungen hingezogen fühlt. Doch dann hört sie plötzlich seine Stimme in ihrem Kopf ... und er versteht ihre gedachte Antwort! Als Zed daraufhin behauptet, Sky sei sein Seelenspiegel, sein ideales Gegenstück und ein Savant wie er, ein Mensch mit einer übernatürlichen Gabe, glaubt Sky ihm kein Wort. Und will ihm nicht glauben – denn tief in ihr drinnen rührt sich eine Fähigkeit, vor der sie eine Höllenangst hat ...

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Eigene Meinung
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Erster Satz: Das Auto fuhr davon und ließ das kleine Mädchen auf dem Parkplatz zurück. 

Ein jugendliches Mädchen mit schlimmer Vergangenheit und einer seltenen Gabe zieht mit seinen Eltern in ein neues Land und schwärmt an der neuen Schule für den coolsten Typen, weiß jedoch das es ihn niemals bekommen wird, so lange bis sich das Blatt plötzlich wendet und der Junge sich für sie interessant. 

Mal ehrlich, wer von uns hat so etwas nicht schon zig tausend Mal in der oder anderer Form gelesen? Eine 0815-Story, nichts außergewöhnliches sondern altbekanntes. Ja, das denken mit Sicherheit viele von euch oder? Ganz falsch liegt ihr nicht, am Anfang ist die Geschichte wirklich sehr Klischeehaft, doch wer weiter liest, der wird merken das Finding Sky sich doch von der Masse der Jugendbücher abhebt. Die Geschichte mag zu Anfang altbekannt sein, entwickelt dann im Laufe der Zeit aber immer mehr Individualität und ist schon bald nichtmehr mit den typischen Teeniebüchern dieses Genres zu vergleichen. 

Sicher, für den ein oder anderen wird die Veränderung nicht genug sein, für diese Leser ist das Buch dann dennoch nur 0815, doch wer sich darauf einlässt wird schnell bemerken das die Geschichte ihren eigenen Charme hat und die Autorin es geschafft hat dem ganzen einen passenden Rahmen zu geben. 

Die ersten 150 Seiten dachte ich das Sky einen leichten Klatsch hat, auf niedliche Art und Weise. Ihre Art für sie schwierige Situationen oder auch Personen mit Comicfiguren zu vergleichen und ihnen praktisch ein Alter-Ego anzudichten ist doch etwas gewöhnungsbedürftig, allerdings lässt diese Art zu denken im Laufe der Geschichte langsam ab, verschwindet jedoch niemals ganz. Denn Sky ist Zeds Seelenspiegel, seine zweite Hälfte ohne die er sich unvollkommen fühlt. 

Und genau damit platzt er auch heraus kaum das er es bemerkt hat, was glücklicherwiese ein bisschen dauert. An dieser Stelle musste ich wirklich lachen und den Kopf schütteln. Zed überfährt Sky praktisch mit dieser Neuigkeit und das wo diese noch nicht einmal weiß das sie eine Savant ist.

Ganz genau, es gibt keine Vampire, Werwölfe oder Hexen, sondern sogeannte Savant. Menschen mit einer Gabe, wie in Skys Fall das sehen von Auren und lesen der Gefühle. Es gibt viele verschiedene Gaben und die Benedict Familie versammelt eine ganze Anzahl davon. Zusammen sind die Benedicts sehr mächtig und genau deswegen, und weil sie anderen helfen wollen anstatt nur zuzusehen, setzen sie ihre Kräfte dafür ein Verbrecher zu überführen und die Welt etwas sicherer zu machen. Viel bekommt man davon in Finding Sky noch nicht mit, allerdings werden bestimmt noch so einige Folgebände kommen, Zed hat schließlich nicht gerade wenig Brüder. 

Gegen Endes des Buches wird auch klar das der Titel Finding Sky wie die Faust aufs Auge trifft. Sky gerät zwischen die Fronten und findet sich plötzlich mitten in einem Kampf zwischen den Benedicts und einer verfeindeten Familie wieder. Die Benedicts stehen auf der Abschlussliste von mächtigen Leuten, denn sie haben es gewagt zwei der Familie hinter Gittern zu bringen und Sky gerät da durch ihre Beziehung zu Zed unfreiwillig hinein. 

Die Liebesgeschichte der beiden Teenager ist durchaus kitschig. Zeds Ergebenheit und Skys Unsicherheit sorgen immer wieder für Höhen und Tiefen. Wichtig zu erwähnen finde ich auch noch Zeds Wandel. Die ersten Seiten ist er der böse Bad Boy vor dem sich selbst die Lehrer fürchten, doch kaum erkennt er in Sky seinen Seelenspiegel, ist er wie ausgewechslet. Könnte man meinen, doch wenn man genau hinsieht, erkennt man seine Nette Ader schon lange bevor er die Wahrheit über sich und Sky erfährt. Besonders als man ihn im Kreis seiner Familie erlebt wird klar das dieser Junge sehr viele Charaktereigenschaften hat und keinesfalls ein durch und durch böser Bad Boy ist. 

Sky hat das ganze Buch über mit sich selbst zu kämpfen. Sie weiß nichts über ihre Vergangenheit, nicht einmal ihren eigenen Namen, doch sie erinnert sich an eine Szene die sie in ihren Albträumen immer wieder verfolgt und an die Gefühle die mt ihrer Vergangenheit verbunden sind. Das macht sie zu einer unsicheren jungen Frau die oftmals nicht weiß wie ihr geschieht und die der Meinung ist, das sie Liebe nicht verdient hat. Ihre Gabe hat sie ganz tief in sich vergraben und die Tür dazu zugeschlagen und auch wenn ihre Adoptiveltern sich große Mühe geben, kommt sie niemals ganz aus ihrem Schneckenhaus heraus. Es dauert lange bis sie wirklich bereit ist für eine offene Beziehung zwischen ihr und Zed, doch das macht das ganze nur authentischer.

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Fazit
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Finding Sky ist ein Buch das sich zu Anfang hinter altbekannten versteckt und erst im Verlauf der Geschichte sein wahres Gesicht zeigt. Der gelungene Auftakt zu einer interessanten neuen Jugendbuchreihe die mit Sicherheit noch viel auf Lager hat.


5/5 Sternen

1 Kommentare:

78sunny hat gesagt…

Schöne Rezi und ich fand das Buch auch klasse.
LG
Sunny

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