29. Dezember 2012

Die Stadt des roten Todes 01. Das Mädchen mit der Maske - Bethany Griffin

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Bethany Griffin
Die Stadt des roten Todes 01
Das Mädchen mit der Maske
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Informationen zum Buch:
Taschenbuch: 352 Seiten
Verlag: Goldmann
ISBN-10: 3442478197
Preis: 12,99€

Die Stadt des roten Todes:
1. Das Mädchen mit der Maske
2. ? / Dance of the Red Death (April 013)

Kurzbeschreibung:
Die Stadt ist von der Umwelt abgeschnitten, ganze Straßenzüge liegen in Ruinen. Der Regent feiert wilde Feste, während die Bevölkerung von einer schrecklichen Seuche dahingerafft wird. Nur eine kleine Oberschicht kann sich durch kostbare Masken vor der Krankheit schützen. So auch die junge Araby. Doch unter der Last einer großen Schuld sucht sie Vergessen in den Nachtclubs der Reichen. Dort begegnet ihr der faszinierende, verführerische William. Und Elliott, tollkühn, ein Revolutionär. Beide werben um Araby. Und sie muss sich entscheiden, ob sie sich dem Leben stellen und kämpfen will. Um ihre Liebe. Um Vergebung für ihre Schuld. Und um die Zukunft.

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Eigene Meinung
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Erster Satz: Kalter Regen fällt vom schiefergrauen Himmel, als wir an einer Kreuzung abrupt zum Stehen kommen. 

Ich weiß gar nicht mehr wie ich auf Die Stadt des roten Todes aufmerksam wurde. Bestimmt war es das tolle Cover und auch die Kurzbeschreibung machte mich neugierig. Schon nach wenigen Seiten war mir klar, das ich mich geirrt hatte was den Inhalt anging. Ich hatte mir etwas völlig anderes vorgestellt. Bekommen habe ich dann eine sehr düstere, von Tod durchzogene Geschichte in einer zerstörten und zerfallenen Stadt mit Charakteren die ich absolut lieblos gestaltet finde. 

Das ist die Kurzfassung. 

Tatsächlich hat mich das Buch sehr enttäuscht. Die ersten 200 Seiten waren sehr langweilig. Es geschah kaum etwas. Ständig durfte man sich mit Araby's Schuldgefühlen auseinander setzen, doch wirklich etwas passiert ist nicht. An und für sich finde ich die Idee mit den Masken sehr interessant, allerdings finde ich das man sehr wenige Informationen dazu bekommen hat. Wie genau funktionieren die Masken zum Beispiel? Sie filtern die Luft, ok, doch weiter? Wenn die Maske schon eine solche wichtige Rolle spielt, hätte man das ganze zumindest richtig ausbauen soll, anstatt es einfach beiseite zu wischen. 

Das wäre alles nicht so tragisch gewesen, wenn ich mich zumindest mit der Protoganistin hätte anfreunden können, doch Araby ist mir völlig fremd geblieben. Teilweise war sie eine fürchterliche Jammerließe. Ihre ständigen Schuldgefühle fingen an mir nach einer Weile auf dei Nerven zu gehen. Noch dazu ist sie oftmals sehr zögerlich, aber wenn es darum geht die Papiere aus dem Labor ihres Vaters zu stehlen, das meistert sie ohne Probleme, selbst als er sie beim stöbern erwischt. Das passt für mich nicht wirklich zusammen. Allgemein hat man oftmals das Gefühl das ihr alles egal ist. Die Beziehung zu ihren Eltern ist merkwürdig und nicht gerade von Liebe durchzogen. Vor allem den Kontakt zu ihrer Mutter fand ich doch sehr unterkühlt und der Vater ist mir noch immer ein Rätsel. 

Auch Araby's bester Freundin April und deren Bruder Elliot konnte ich nicht viel abgewinnen. Für Elliot hege ich keinerlei Sympathie. Mal verhält er sich so, mal wieder anders. Dieser Mann ist ein einziger Widerspruch in sich und ich konnte ihn wirklich nicht leiden. Vor allem wie er teilweise mit Araby umgesprungen ist. Leider sind die einzigen Charaktere die mir wirklich sympathisch wurden, Will und seine beiden kleinen Geschwister. Sie sind die einzigen die mir wirklich Echt erschienen sind, im Gegenteil zu den restlichen Charakeren, die ich alle als sehr farblos empfunden habe. 

Leider lässt auch die Geschichte an sich zu wünschen übrig. Wie gesagt, die ersten 200 Seiten habe ich mich wirklich gelangweilt und war mehr als einmal am überlegen das Buch doch einfach abzubrechen. Erst in den letzten 150 kam wirklich Spannung auf und die Geschichte hat mich mitgerissen. Leider wiegelt das die Langeweile davor nicht wieder auf und obwohl ich beschlossen habe die Reihe weiterzulesen, ist Die Stadt des roten Todes, für mich ein Buch das man nicht unbedingt gelesen haben muss. Man verpasst nichts.

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Fazit
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Die Stadt des roten Todes hat meine Erwartungen nicht erfüllt und mich die Hälfte der Zeit gelangweilt. Bis auf drei Ausnahmen, ist mir keiner der Charaktere ans Herz gewachsen. Sie alle fand ich einfach farblos und unecht. In meinen Augen war Araby die schlimmste von allen. Die letzten 150 Seiten waren spannend und ich werde die Reihe auch weiterlesen, aber es ist kein Buch das ich empfehlen würde.  

3/5 Sternen 

5 Kommentare:

Tina hat gesagt…

Siehst, es war am Schluss die spannende Handlung, die das Buch für mich gerettet hat. Besonders die Charaktere haben mich am meisten gestört und da geb ich dir völlig Recht Araby ist teilweise schwer zu ertragen. Setting, Idee und auch die Handlung fand ich echt gut, doch letztendlich hat es so nur für 3 Sterne gereicht.

Ich kann deine Rezi voll und ganz nachvollziehen!

Nikki hat gesagt…

ich hab das Buch so oft in der Hand gehalten mich aber immer gegen den kauf entschieden - hmpf.. ich weiß nicht, ich denke in nächster Zeit werde ich es mir nicht zulegen..

eine wirklich tolle überzeugende Rezension :)
Liebe grüße Nikki

buchverliebt hat gesagt…

Ausgelesen. Oder: oh Gott! Endlich!

Was die Charaktere angeht gebe ich dir absolut recht, Will und die Kids Habe ich ins Herz geschlossen, alle andern waren flach bis fast nur mit Namen vorhanden. Man konnte sich zum Teil auch gar kein richtiges Bild von den Personen machen. zB Mutter und Vater.

Das Ende konnte mich nun nicht mitreißen wie scheinbar bei dir. Klar, ein bisschen kaboom hier, ein bisschen durchgeknallter Daddy dort .... Nicht mein Ding :o

Ich hab mir mal ein paar Stichpunkte gemacht und schreibe die Rezi dann morgen. Was die Bewertung angeht weiß ich's Noch nicht so genau.

honeybloggt hat gesagt…

Das Buch steht schon länger auf meiner Wunschliste, nachdem der ein oder andere es auf Englisch gelesen und mir empfohlen hat. Aber vielleicht sollte ich das nochmal überdenken? Schön Rezi ;)
LG Honey

buchverliebt hat gesagt…

Ich habe das Buch zum Glück nur für ein paar Euro gebraucht gekauft ^^ Aber nun ja ...

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