26. Februar 2013

Veronica Sloan 01. Die Farbe des Todes - Leslie Parrish

Leslie Parrish
Veronica Sloan 01
Die Farbe des Todes


Informationen zum Buch:
Taschenbuch: 416 Seiten
Verlag: Egmont Lyx
ISBN-10: 380258869X
Preis: 9,99€
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Veronica Sloan:
1. Die Farbe des Todes
2. Der Klang des Verderbens (August 013)

Kurzbeschreibung:
Eine Mordserie erschüttert Washington. Die Opfer: Personen, die eine geheime Technologie testen. Die Ermittler: Detective Veronica Sloan und Special Agent Jeremy Sykes. Die Spannung: kaum auszuhalten! Washington, 2017. Nach einem verheerenden Terroranschlag hat sich das Leben in den USA stark verändert. Eine neue Technologie erleichtert die Aufklärung von Mordfällen. Detective Veronica Sloan ist eine der Ersten, die die Methode erfolgreich anwendet. Da wird im Keller des Weißen Hauses eine Leiche ohne Kopf gefunden. Sloan nimmt die Ermittlungen auf. Unterstützung erhält sie von Special Agent Jeremy Sykes.


Eigene Meinung


Erster Satz: Während Leanne Carr ermordet wurde, bemühte sie sich die ganze Zeit, die Augen offen zu halten. 

Leslie Parrish ist für mich eine ganz besondere Autorin. Durch ihre Black Cats Reihe bin ich überhaupt erst auf dieses Genre aufmerksam geworden und seitdem lässt es mich nicht mehr los. Als ich gesehen habe das die Reihe nach drei Bänden abgeschlossen ist, war ich wirklich enttäuscht. Umso erfreuter war ich natürlich als ich gesehen habe das es eine neue Reihe der Autorin gibt. Etwas verwirrt bin ich nur, weil ich die Reihe unter ihrem Namen nicht finde. Es scheint so als hätte sie die unter anderem Namen veröffentlicht. Wenn mir jemand dazu einen Hinweis geben kann, wäre ich sehr dankbar. 

Die Farbe des Todes spielt im Jahr 2022 in Washington. Schon die ersten 30 Seiten zeigen dem Leser deutlich das sich die Welt, vor allem die USA, sehr verändert hat. Die Sicherheitsvorkehrungen sind enorm gestiegen. Vieles hat sich nach dem größten Terroranschlag auf die USA im Jahr 2012 verändert. Veronica Sloan's Welt ist in diesem Tag zerbrochen, der Verlust den sie erlitten hat so groß, das er sie nachhaltig verändert hat. Ich gehe hier mit Absicht weder näher auf den Terroranschlag ein, noch auf ihren Verlust, denn ich fand es spannend dies während dem lesens zu entdecken. Als nun ein Mord im Keller des Weißen Hauses geschieht, wird sie ungewollt direkt mit ihrer Vergangenheit konfrontiert. 

Das Opfer hieß Leanne Carr, die Sekretärin eines Bauunternehmens und zudem eine der 5000 Test Personen des OEP-Programms. Da Veronica eine der wenigen OEP-Ermittlerinnen ist, wird sie zu dem Fall hinzugezogen. Durch diese geheime Testphase bekommen die Morde eine ganz besondere Note, denn die Opfer haben winzige Kamerachips in ihren Gehirnen die alles aufzeichnen was der betreffende Mensch sieht. Es sollte also ein leichtes sein den Täter zu identifizieren. Eigentlich... denn der Täter weiß scheinbar von dem Programm und das Leanne eine der Testpersonen war, dernn er hat dafür gesorgt das diese sein Gesicht niemals gesehen hat und zudem ist ihr Kopf im ersten Moment nicht auffindbar und damit auch nicht der Chip. 

Dieses kleine Puzzlestück macht die Ermittlungen besonders spannend, vor allem da Leanne nicht das einzige Opfer bleibt. Der Plot hat es also durchaus in sich, doch auch die Charaktere haben mich schnell in Beschlag genommen. Veronica ist das typische Beispiel dessen, was Verlust aus einem Menschen machen kann. Sie lässt niemanden zu sehr an sich heran. Liebe kommt für sie nicht in Frage, ihr reicht ab und an der Sex mit einem beliebigen Mann. Sie hat sich so in sich selbst verbarrikadiert, das sie nicht einmal bemerkt was ihr Partner Mark Daniels für sie empfindet. Ab und an tat mir der Gute wirklich leid, vor allem weil er sehr sympathisch war. 


Dennoch bekommt der Leser eine kleine Romanze aufgetischt die hier eindeutig noch am Anfang steht. Special Agent Jeremy Sykes ist ebenfalls ein OEP-Ermittler und kennt Veronica seit ihrer gemeinsamen Ausbildung für diese Misionen. Schon damals gab es eine gewisse Spannung zwischen den beiden und als sie sich nun wiedersehen, wird klar das diese noch nicht verpufft ist. Veronica fühlt sich zu ihm hinzugezogen, traut sich aber nicht ihn wirlich an sich heran zu lassen, denn tief in ihrem Inneren spürt sie, das dieser Mann ihr mehr bedeuten könnte als all jene vor ihm. Als Jeremy Veronica in diesem Fall als Partner zugewiesen wird, hat sie allerdings keine andere Möglichkeit als sich damit auseinander zu setzen. 


Auch bei dieser Reihe steht die Liebesgeschichte keineswegs im Vordergrund. Die Autorin schöpft den Plot vollends aus und lässt die Gefühle und Beziehungen der Charaktere einfach mit einfließen. Das hat zur Folge, das man sich einfach nicht vom Geschehen losreißen kann. Eindeutig ein Buch das man in einem Rutsch fertig lesen kann, und mit einem Ende bei dem man gar nicht anders kann als weiterlesen zu wollen. Die Fortsetzung erscheint erst im August, da werden wir uns also noch gedulden müssen. 



Fazit


Leslie Parrish hat mich auch mit dieserm Reihenauftakt vollends überzeugt. Die Farbe des Todes ist genauso spannend und mitreißend wie die Black Cats Reihe und ich bin schon sehr gespannt wie es weitergeht. Zerstückelte Leichen, implantierte Mini-Kameras die das gesamte Leben aufzeichnen und Charaktere die man einfach mögen muss und dazu noch ein Terroranschlag der tiefe Wunden gerissen hat. Wunden sie selbst nach 8 Jahren noch immer deutlich zu spüren und zu sehen sind.

5/5 Sternen

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