9. Mai 2013

Earth Girl 01. Die Prüfung - Janet Edwards

Janet Edwards
Earth Girl 01
Die Prüfung

Informationen zum Buch:
Original Titel: Earth Girl
Taschenbuch: 448 Seiten
Verlag: rororo
ISBN-10: 3499259028
Preis: 9,99€
Bei Amazon kaufen

Earth Girl:
1. Die Prüfung
2. Die Begegnung (September 013)

Kurzbeschreibung:
Sie kommt von der Erde. Ihr Schicksal steht in den Sternen. Jarra ist ein «Earth Girl». Während sich der Rest der Menschheit aufmacht, fremde Galaxien zu entdecken, ist Jarra zu einem Leben auf dem alten Heimatplaneten verdammt: Aufgrund eines Gendefekts kann sie nicht teleportieren. Sie gehört zu den Ausgestoßenen, den Wertlosen. Aber Jarra hat einen Traum: Sie will normal sein, will wie alle anderen studieren. Ihre Leidenschaft ist die Frühgeschichte – der faszinierende Zeitraum vor Erfindung der Portaltechnik. Damals lebten die Menschen in riesigen Städten wie New York, die heute nur noch Ruinen sind. Um ihren Traum wahr werden zu lassen, muss Jarra ihre Identität verleugnen. Sie ist bereit, diesen Preis zu zahlen. Doch als ein schreckliches Unglück droht und nur Jarra es aufhalten kann, beginnt sie sich zu fragen, ob es wirklich so erstrebenswert ist, normal zu sein ...

Eigene Meinung

Erster Satz: Am Wallam-Crane Day entschied ich mich endlich für das Fach meines Grundstudiums. 

Die Menschheit hat sich weiter entwickelt. 
Nur sehr wenige von ihnen leben seit dem erfinden der Portale noch auf ihrem Heimatplaneten. Wieso auch, wo es doch so viele andere Planeten zu erkunden gibt und die Bedingungen auf den meisten von ihnen besser sind als auf der Erde? Also hat sich die Menschheit im Universum verteilt, doch eine Gruppe musste auf der Erde bleiben: Jene die von Geburt an behindert sind und auf anderen Planeten nicht überleben würden. Sie sind die Außenseiter der Gesellschaft und werden nicht als richtige Menschen angesehen. Man gab ihnen sogar den sehr beleidigenden Spitznamen 'Affen'. 

Immer wieder werden Babys mit dieser Behinderung geboren, doch anstatt das die Eltern sich damit auseinander setzen müssen, können sie die Babys einfach an das Hospital Earth weitergeben, welches sich um die Kinder kümmert und ihnen sogar ProEltern zuweißt. Traurig aber wahr, denn die meisten Eltern sind froh wenn sie ein Affenbaby los sind und obwohl die Kinder mit 14 Jahren die Möglichkeit haben mit ihren Eltern Kontakt aufzunehmen, endet dies doch nur in wenigen seltenen Fällen gut. 

Jarra gehört zu den Behinderten. Sie ist nicht in der Lage die Erde zu verlassen und sie trägt eine unglaubliche Wut und viel Verbitterung wegen ihres Schicksals und der Tatsache wie jene wie sie von den normalen Menschen behandelt werden in sich. Ja, Jarra sieht sich nicht als normalen Menschen an und Schuld daran sind die Medien und die Art und Weise wie mit 'Affen' umgegangen wird. Doch jetzt ist Jarra achtzehn und es wird Zeit sich für ein Grundstudium zu entscheiden das bei ihr, wie nicht anders zu erwarten, auf Geschichte fällt. Durch einen Trick kann sie sich an einer Universität der anderen Sektoren bewerben, denn der Kurs Vorgeschichte wird von allen Unis auf der Erde abgehalten. Die Asgard Universität nimmt ihre Bewerbung an und von da an beginnt die Maskerade, denn Jarra möchte nicht das ihre Kommilitonen wissen wer sie wirklich ist, also erfindet sie sich ein neues Leben als Militärstochter. 

Doch je besser sie ihre Mitstudenten kennenlernt, desto mehr wird ihr bewusst das sie ihren Plan nicht durchziehen kann, denn sie sind anders als sie sich vorgestellt hatte. Besonders Fian macht es ihr schwer, denn er hat eindeutig mehr als nur freundschaftliches Interesse an ihr und Jarra geht es mit ihm genauso. Doch dann passiert etwas schreckliches und Jarra verliert den Blick für die Realität und plötzlich ist sie wirklich Jarra, die Militärstochter. 

An dieser Stelle des Buches habe ich sehr oft ungläubig den Kopf geschüttelt denn Jarra zieht sich da wirklich in ihre eigene Phantasiewelt zurück und vergisst total wer sie selbst ist. Das bringt so einige haarsträubende Probleme mit sich. Die "Liebesbeziehung" zu Fain ist nichts worauf man sich groß konzentrieren sollte, denn sie ist absolut farblos und für mich nicht nachvollziehbar. Während der ganzen Zeit machen die beiden auf mich nur den Eindruck von Freunden, mehr an Gefühlen kommt da bei mir nicht an und die Autorin hat sich auch nicht besonders viel Mühe gegeben das richtig rüber zu bringen. Man merkt halt deutlich das es hier um andere Dinge geht, wie zum Beispiel das System der neuen Gesellschaft und die Rolle die die Behinderten darin spielen und natürlich Jarra's Kampf den anderen zu beweißen das sie genauso gut ist wie sie, auch wenn diese gar nicht wissen was eigentlich Sache ist. 

Was mich aber besonders fasziniert hat, sind die Ausgrabungen die ihr Kurs immer wieder durchführt. Als die Menschen die Erde fluchtartig verlassen haben, sind nicht viele von ihnen zurück geblieben. Nicht genug um Städte wie New York zu erhalten und so wurden die großen Städte schließlich alle aufgegeben. Durch einen Fehler bei der Datensicherung ist ein Großteil des menschlichen Wissens verloren gegangen und Archäologen und Geschichtskurse graben sich immer wieder durch die verlassenen Städte um verschüttetes oder zurück gelassenes Wissen aus der Vergangenheit zu finden. WIE sie das bewerkstelligen, nun, das ist wirklich eine einzigartige Sache und es hat mir Spaß gemacht dabei zuzusehen. Man hat dabei viel über die Charaktere erfahren. Ich hätte am Anfang sicher nicht damit gerechnet das der Dozent Playdon zu so einem festen Bestandteil werden würde. 

An Spannung fehlt es dem Buch ebenfalls nicht, vor allem auch zum Ende hin und es gibt so viele Möglichkeiten in welche Richtung sich das alles weiterentwickeln könnte. Würde der zweiten Band in Englisch nicht erst im August erscheinen (im September erscheint er denn in Deutsch), würde ich die Reihe glatt im Original weiterlesen, so gespannt bin ich wie es weitergeht. 

Fazit

Earth Girl ist für mich ein sehr besonderes Buch da ich so etwas in der Art bisher noch nicht gelesen habe. Ein großer Pluspunkt ist das man als Leser nicht unwissend gelassen wird. Schon am Anfang wird einem unglaublich viel über die Welt erklärt, wie alles zustande kam und allgemein alles was Fragen aufwirft. Die Autorin hat hier wirklich einen absolut klasse Weltenentwurf geschaffen. Jarra war mir mit ihrer Art sofort sympathisch, auch wenn man gleich merkt das sie aufgrund ihrer Behinderung sehr viele Probleme hat.

5/5 Sternen

1 Kommentare:

Juju hat gesagt…

Huhu,

tolle und ausführliche Rezi! Ich würde das Buch irgendwann auch gerne zu Ende lesen, hatte leider nur das Vergnügen damals bei vorablesen die ersten 25 Seiten zu lesen :)

LG Juju

Kommentar veröffentlichen