16. Dezember 2013

Fetch 01. Inhuman - Kat Falls

Fetch 01. Inhuman - Kat Falls

Kurzbeschreibung:
In a world ravaged by mutation, a teenage girl must travel into the forbidden Savage Zone to recover lost artifacts or her father’s life is forfeit. America has been ravaged by a war that has left the eastern half of the country riddled with mutation. Many of the people there exhibit varying degrees of animal traits. Even the plantlife has gone feral. Crossing from west to east is supposed to be forbidden, but sometimes it’s necessary. Some enter the Savage Zone to provide humanitarian relief. Sixteen-year-old Lane’s father goes there to retrieve lost artifacts—he is a Fetch. It’s a dangerous life, but rewarding—until he’s caught. Desperate to save her father, Lane agrees to complete his latest job. That means leaving behind her life of comfort and risking life and limb—and her very DNA—in the Savage Zone. But she’s not alone. In order to complete her objective, Lane strikes a deal with handsome, roguish Rafe. In exchange for his help as a guide, Lane is supposed to sneak him back west. But though Rafe doesn’t exhibit any signs of “manimal” mutation, he’s hardly civilized . . . and he may not be trustworthy.


Eigene Meinung

Erster Satz: Now that I was actually on the roof of the skyscraper, I was having second thoughts.

Bevor ich zur Rezension der Geschichte komme, muss ich erstmal ein paar Sätze zur Gestaltung des Buches loswerden. Das Cover passt ziemlich gut zur Geschichte, der große Wall der den Westen Amerikas vom Osten trennt, darunter die teilweise zerstörte Stadt die die Natur sich mittlerweile zurück geholt hat. Auf der Rückseite sieht man die zerstörte Gegend nochmal ein bisschen besser, aber was mir hier fehlt ist eine Beschreibung. Ich weiß das machen die in Amerika sehr gerne, aber ich kann das überhaupt nicht ab. Hinten wenigstens ein paar Sätze zur Geschichte und nicht irgendwelche Meinungen von Kritikern oder anderen Autoren. Der Buchrücken ist auch ziemlich ansehnlich und erinnert mich persönlich durch die Farben immer wieder an leckeren Milchkaffee - ja, das meine ich ernst. Was mir bei der Gestaltung des Buches aber am besten gefällt, sind die Kapitelanfänge die wirklich schlicht, aber schön gestaltet sind.

Ein Hingucker ist das Buch aufjedenfalls, sowohl von Außen als auch von Innen...

...und auch die Geschichte an sich kann sich absolut sehen lassen. Vor 19 Jahren ist ein Virus ausgebrochen der 40% der amerikanischen Bevölkerung innerhalb weniger Stunden dahin gerafft hat. Die Firma die dafür verantwortlich ist versuchte Schadensbegrenzung zu betreiben und errichtete einen mächtigen Schutzwall der den infizierten Osten vom Westen trennte. Da das Virus nur durch Blut oder einen Biss übertragen werden kann, verhindern sie somit eine weitere Ausbreitung des Virus, doch das Leben wie sie es bisher kannten ist von diesem Tag an vorbei.

Lane lebt mit ihrem Vater, einem Kunsthändler, im Westen des Landes. Ziemlich schnell wird klar das diese Welt sich trastisch von der zuvor unterscheidet. Die Leute sind beinah krampfhaft darum bemüht alles hygienisch und sauber zu halten. Wird jemand krank, wird dieser beinah sofort von der Gesellschaft ausgeschlossen. Die Angst einer erneuten Infizierung sind wirklich wahnsinnig groß und beherrschen den Alltag. Lane erscheint mir am Anfang noch ziemlich naiv. Schon allein wie sie bei jeder kleinen Gelegenheit dieses Hygiene-Gel zückt....

Doch ihr einfaches und sauberes Leben ist vorbei als heraus kommt das ihr Vater ein sogenannter Fetch ist - Jemand der die Quarantäne Regeln bricht und den Wall durchquert um in die Feral Zone zu gehen um Artefakte der verlorenen Welt zu sammeln und im Westen zu verkaufen. Ein Schock für die wohlbehütete Lane, doch nachdem sie es auf Video sieht, kann sie nicht länger leugnen das ihr Vater ist was er ist. Auf das was er tut steht der Tod und Lane's einzige Möglichkeit Mack zu retten, ist zu tun was die Cheffin der biohaza Agenten von ihr möchte.

Völlig unvorbereitet betritt Lane die Feral Zone und schlagartig wird ihr klar, das die Geschichten ihres Vaters doch nicht nur Gute Nacht Geschichten waren. Denn der Virus, der vor 19 Jahren Millionen von Menschen innerhalb von kürzester Zeit dahingerafft hat, hat sich verändert. Jetzt sterben die Infizierten nicht mehr, stattdessen mutieren sie zu grotesken Wesen, je nachdem welche Tier DNA der Virus ihnen eingepflanzt hat. Sie mutieren und verlieren den Verstand und sind schon bald nichts weiter mehr als wilde und gefährliche Tiere.

Glücklicherweise bekommt Lane sehr schnell Hilfe bei ihrer Suche nach ihrem Vater. Zum einen den Grenzwächter Everson und zum anderen Rafe, einen Jäger der in der Feral Zone wohnt. Zusammen machen sie sich auf die Suche nach Lane's Vater und versuchen dann den Job zu erledigen der ihm das Leben retten wird.

Womit ich bei dem Buch absolut nicht gerechnet hatte, war diese Dreiecksbeziehung die sich ziemlich schnell anbahnt. Als erstes lernt Lane nämlich Everson kennen und trifft erst später auf Rafe. Zum Glück steht hier die Geschichte im Vordergrund und nicht die Liebesbeziehung. Ich nehme an diese wird sich im zweiten Band noch weiter entwickeln. Man wird sehen für wen Lane sich letztendlich entscheidet und ob die Gruppe es irgendwann schafft einen Impfstoff oder ein Gegenmittel für den Virus zu entwickeln.

Mich hat das ganze von Anfang an gefesselt. Lane und auch die restlichen Charaktere sind mir gleich sympathisch gewesen, auch wenn Rafe wirklich ziemlich vorlaut ist und offen ausspricht was kein anderer sich traut. Seine Meinung gegenüber jeden die mutiert, aber noch nicht verrückt geworden sind, ist auch ziemlich fest gefahren. Durch Lanes Einwirkung entwickelt sich auch Rafe im Laufe des Buches weiter und zum Schluss war er mir noch sympathischer als zuvor. Gegen Lane und Rafe wirkt Everson leider recht blass. Er ist der nette Junge der versucht etwas wieder gut zu machen, doch ich hätte mir bei ihm noch etwas mehr Tiefe gewünscht. Trotzdem spielt er eine wichtige Rolle in dem Ganzen. Für mich war er so ein bisschen der Ausgleich zwischen Rafe und Lane, die beide in ihren Einstellungen teilwese sehr extrem sind.

Fazit

Inhuman konnte mich mit einer spannenden Geschichte, einem interessanten Worldbuilding und absolut sympathischen Charakteren fesseln. Die Dreiecksbeziehung hätte jetzt nicht unbedingt sein müssen, allerdings stört sie auch nicht sonderlich. Die Welt die Kat Falls einem in Inhuman darstellt ist mit nichts zu vergleichen. Alles östlich des Walls hat sich in einem lebenden Albtraum verwandeln, umso erstaunter war ich zu sehen, das dort trotz allem noch nicht infizierte Menschen leben. In Chicago kommt es zum Showdown und das Ende kann einen einfach nur zum weiterlesen verleiten.

4/5 Sternen

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Informationen zum Buch

Deutscher Titel: Noch nichts bekannt
Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
Verlag: Scholastic
ISBN-10: 054537099X
Preis: 13,10€

Informationen zur Reihe


1. Inhuman
2. Untitled (September 2014)

1 Kommentare:

Amelie hat gesagt…

Ich fand Inhuman auch super =) Und mit dem Liebesdreieck hast du recht. Hätte wirklich nicht sein müssen ;)

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