21. Januar 2014

[Kurzrezension] Grave Mercy, Arkadien erwacht, Scion of the Sun

Kurzrezension

His Fair Assassin 01. Grave Mercy - Robin LaFevers

Mir gefiel die Idee des Buches von Anfang an sehr gut. Ismae ist kein gewöhnliches junges Mädchen. Zwar ist sie als die Tochter eines rüpeligen Rübenbauers groß geworden, doch gezeugt wurde sie von Mortain, dem Gott des Todes. Sie ist eine seiner Töchter und zu weit größerem bestimmt als dem was ihr sterblicher Vater für sie vorsieht. In der Nacht ihrer Hochzeit flieht Ismae vor ihrem ebenfalls gewalttätigen Ehemann und landet schließlich im Koster von St. Mortain. Erst dort erfährt sie von ihrer Herkunft und was diese mit sich bringt. Ob sie das Angebot annimmt oder nicht, bleibt ihr selbst überlassen. Ismae entscheidet sich dazu im Kloster zu bleiben und wird fortan zur Assassin, zur Meuchelmörderin ausgebildet, dazu bestimmt, Mortains Willen auszuführen.

Wie gesagt, mir gefiel die Idee sehr gut, allerdings hatte ich nicht damit gerechnet das Ismae zum Zeitpunkt der Geschichte noch so grün hinter den Ohren sein würde. Ich hatte mit einer erfahrenen Assassin gerechnet, nicht mit einer jungen Frau die noch nicht einmal alle Gelübte des Klosters abgelegt hat und erst ein zwei Aufträge hinter sich hat. Am Anfang kam Ismae mir auch noch ziemlich naiv vor. Sie tut was man ihr im Kloster befiehlt, hinterfragen tut sie nichts. Erst später in der Geschichte merkt sie, das nicht alles so ist wie es auf den ersten Blick den Anschein hat und das auch der Kloster und die Nonnen nicht unfehlbar sind.

Duval trägt dazu nicht wenig bei. Er konfrontiert sie immer wieder mit Fragen und Wahrheiten und sorgt dadurch dazu, das Ismae nachdenkt und beginnt sich selbst Fragen zu stellen. Die Liebesgeschichte zwischen den beiden entwickelt sich nur langsam und sie steht auch keineswegs im Vordergrund. Ich fand sie zwar schön, aber ein bisschen mehr hätte ruhig sein dürfen. Wer keinen Sinn für politische Spielchen hat kann mit dem Buch vielleicht weniger anfangen, denn sobald die beiden bei der Herzogin und ihrem Hof angekommen sind, ist die Politik ein sehr wichtiger Bestandteil der Geschichte. 

Mir gefiel das Buch ziemlich gut und ich werde auch sicher bald den zweiten Band lesen. Es interessiert mich sehr wie Sybella sich macht. 

4/5 Sternen

Arkadien 01. Arkadien erwacht - Kai Meyer

Die Arkadien-Trilogie ist ja in Deutschland sehr beliebt. Ich kenne eigentlich niemanden der die Bücher nie mag, mir sind immer nur positive Meinungen zu Ohren gekommen. Als ich den ersten Band damals kaufte, habe ich ihn allerdings schon nach wenigen Seiten wieder hingelegt weil mir der Schreibstil nicht gefiel. Jetzt beim zweiten Versuch fand ich am Schreibstil nichts auszusetzen, nur die Protoganistin Rosa.... die war mir von Anfang an leider total unsympathisch. Zwar hat man durchaus den einen oder anderen Hinweis zugeworfen bekommen der daraufhin weißt das in Rosa's Vergangenheit wohl irgendwas schlimmes passiert ist - und was natürlich ihr Verhalten erklären sollte, aber richtig warm wurde ich mit ihr trotz allem nicht. Alessandro war da das genaue Gegenteil, der war mir gleich sympathisch. Da ich mich im Laufe des Buches zumindest mit Rosa anfreunden konnte, hat sich das irgendwie ausgeglichen. 

Am besten sage ich es gleich zu Anfang: Ich fand das Buch leider nur mittelmäßig. In all den Jahren habe ich jetzt schon Bücher gelesen die um einiges besser waren und momentan kann ich den Rummel um die Reihe auch noch nicht nachvollziehen. Ist es die andersartige Geschichte? Das es in Italien spielt und beide Protoganisten zu einem Mafia-Clan gehören? Natürlich ist das ein völlig anderes Ambiente als das was man sonst gewöhnt ist und es hat durchaus seine Reize, vor allem wenn man die Fantasy-Elemente noch dazu nimmt. Trotzdem, das gewisse Etwas hat für mich irgendwie gefehlt.

Hätte ich die restlichen Bände der Trilogie nicht auch schon hier, ich glaube, ich würde die Reihe auch nicht weiterlesen. Jetzt stehen sie aber schon im Regal und rufen mir zu ich solle der Reihe noch eine Chance geben, es wird besser. Ob ich diesen Monat noch weiterlese kann ich beim besten Willen nicht sagen, aber in naher Zukunft aufjedenfall.

Das Buch bekommt von mir trotzdem vier Sterne weil es originell ist und die zweite Hälfte mich um einiges besser unterhalten hat als die erste. 

4/5 Sternen

Solar Snatchers 01. Scion of the Sun - Nicola Marsh

Schon als ich das Cover zum ersten Mal gesehen habe schoss mir durch den Kopf - das Buch muss ich haben! Zum Glück hat mir auch die Kurzbeschreibung sehr zugesagt und so wurde das Buch kurzerhand bestellt. Ich muss auch sagen das es mir sehr gut gefiel, auch wenn es durchaus seine Schwächen hat. Holly ist eine sympathische Protoganiste die eigentlich alltägliche Probleme hat. Sie fühlt sich einfach nirgends zugehörig, bezeichnet sich selbst als Nerd und hat auch keine Freunde. Bisher lebte sie bei ihrer Großmutter, doch nachdem diese ins Koma gefallen ist, muss Holly auf die C.U.L.T, ein Internat für... ja, magisch begabte Kinder oder solche die es gerne wären kann man sagen. Es wird dort lauter Esoterik und Wicca Zeug gelehrt.

Genau die richtige Schule für Holly könnte man meinen, schließlich hat sie seit zwei Wochen Visionen, was auch der Grund ist wieso ihre Nan im Koma liegt. Und hier kämen wir auch schon zum ersten Kritikpunkt: Die Schule. Nach der Kurzbeschreibung hatte ich mit einem High Fantasy ähnlichem Buch gerechnet und das Holly nur kurz in dieser Schule sein würde bis es sie eben in die andere Welt verschlägt. Weeeeeeit daneben gefehlt. Diese andere Welt ist keine neue mittelalterliche Welt, sondern nur ein Abbild New Yorks was die Leute dort Innerworld nennen. Trotzdem unterscheidet sich die Welt sehr von der "Außenwelt", so dreht sich die Religion zum Beispiel komplett um Druiden und den Sonnengott Bel. 

Diese andere Welt und das was dort passierte war richtig interessant und spannend, die Zeit allerdings die Holly in der Schule verbringt - und das tut sie nicht gerade wenig - fand ich einfach sterbenslangweilig. Ich hatte wirklich den Eindruck als hätte die Autorin die Schule nur eingebaut um Holly zum einen mit theoretischen Wissen vollzustopfen und zum anderen um einen Kontrast zu der magischen Seite herzustellen. Von wegen Schule - normal, Eiros - unnormal. Würde passen, denn Holly möchte einfach nur normal sein und da kommt ihr vor allem am Anfang diese Scion Sache nicht gerade recht. 

Die Liebesgeschichte war süß und hat mir sehr gefallen, vor allem weil sie doch recht langsam von statten geht. Joss und Holly habens eben nicht einfach. Eine Dreiecksgeschichte wie Anfangs befürchtet gabs nicht, Gott sei Dank! Trotzdem muss man sagen, alles hätte etwas besser ausgearbeitet sein können. Obs nun die Welt oder die Charaktere sind, da wäre mehr gegangen. 

Scion of the Sun hat mir gefallen, aber da ist noch vieeeel Luft nach oben und ich hoffe das die Folgebände sich noch weiter entwickeln werden. Ein bisschen mehr hatte ich mir von dem Buch doch erhofft, aber ich bin eigentlich zufrieden mit dem was ich bekommen habe. 

3/5 Sternen

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