21. März 2014

[Kurzrezension] Scarlet, Ein Vampir ist nicht genug, Nil

Kurzrezension

The Lunar Chronicles 02. Scarlet - Marissa Meyer

Ich muss zugeben das ich dass Ende von Cinder aufgrund von etwas Bestimmten etwas blöd fand. Schließlich hatte ich mich auf eine tolle Liebesgeschichte zwischen Cinder und Kai eingestellt und dann sowas! In Scarlet wird man dafür aber absolut entschädigt. Wolf und Scarlet sind wirklich unschlagbar zusammen und die Liebesgeschichte zwischen den beiden hat mir sehr gut gefallen. Auch, wenn selbst diese Liebesgeschichte erst am Anfang steht. 

Die Geschichte um Scarlets Großmutter die spurlos verschwunden ist, war wirklich spannend. Scarlet setzt alle Hebel in Bewegung um ihre Großmutter zu finden und scheut auch nicht davor zurück sich selbst in Gefahr zu bringen, vor allem als klar wird das ihre Großmutter in großer Gefahr schwebt. Dabei ist sie auf Wolf angewiesen, der allerdings selbst so einige Geheimnisse hat. Geheimnisse die mich bei ihrer Auflösung regelrecht fassungslos zurück gelassen haben. An Spannung fehlt es der Geschichte auf keinen Fall, vor allem auch weil es nicht nur um Scarlet und Wolf geht. Auch Cinder's Geschichte wird weitergeführ und so finden sich auch etliche Szenen aus ihrer und auch aus Kai's Sicht wieder. 

Mir gefiel das ziemlich gut weil man so einen rundum Blick erhalten hat und auf keinen der lieb gewonnenen Charaktere verzichten musste. Thorne passt finde ich ziemlich gut mit ins Bild hinein. Er lockert die teilweise ernsten oder traurigen Situationen mit seine Art immer ein wenig auf.

Scarlet gefiel mir fast sogar besser als der erste Band Cinder, auch wenn ich finde das man sie nicht wirklich miteinander vergleichen kann weil die Geschichten einfach komplett unterschiedlich sind, eben auch durch ihre Protoganisten. Dennoch gehen sie fließend ineinander über und ich bin wirklich wahnsinnig gespannt wie es in Cress weitergehen wird.

5/5 Sternen

Jaz Parks 01. Ein Vampir ist nicht genug - Jennifer Rardin

Ich hatte mal wieder Lust auf ein Vampirbuch und hab deswegen zum ersten Band der Jaz Parks
Reihe gegriffen. Mir wurde die Reihe vor einiger Zeit empfohlen und rein von der Kurzbeschreibung her, hörte sie sich auch absolut nach etwas an das meinem Geschmack entspricht. Die Charaktere waren mir auch sofort sympathisch, ob es nun Jaz und Vayl sind, oder die Charaktere die man im Laufe der Geschichte noch kennenlernt.

Jaz ist eine absolut sympathische Protoganistin die nicht auf den Mund gefallen ist und manchmal doch ein wenig irre ist. Die Dinge in ihrer Vergangenheit haben bei ihr eindeutig einen Knacks hinterlassen, aber diese Menschlichkeit und Unvollkommenheit hat sie mir nur noch sympathischer gemacht. Vayl ist von Anfang an der geheimnissvolle Vampir der die ganze Sache praktisch leitet. Er ist bei der CIA höher gestellt als Jaz und das merkt man vor allem am Anfang noch sehr. Allerdings legt er im Laufe der Geschichte Züge an die Tagesordnung, die mit dem Rest von ihm nicht so wirklich harmonieren wollten. Das war schon ein komisches hin und her bei ihm, auch wenn ich ihn deswegen nicht weniger mochte. 

Den Vampiranteil des Buches hatte ich mir allerdings doch anders vorgestellt. Man weiß war das Vayl ein Vampir ist und man trifft auch auf einige andere, aber so wirklich das Gefühl es mit Vampiren zutun zu haben hatte ich irgendwie nicht. Vayl präsentiert das ein oder andere Mal eine vampirische Fähigkeit, doch wenns hart auf hart kam, hat er nichts davon eingesetzt? Das fand ich doch sehr irritierend. Allgemein hat man nicht viel über die Vampire erfahren, auf mich machte das einen sehr ungeschliffenen Eindruck der sich hoffentlich im Laufe der Reihe verflüchtigt. 

Eine Liebesgeschichte gibt es nicht, aber durch einige Dinge, Gesten, Gedanken etc. merkt man schon das sich zwischen Jaz und Vayl etwas anbahnen könnte. Die Geschichte an sich war spannend und konnte mich bestens unterhalten. Ich hab das Buch schließlich innerhalb eines Tages durchgelesen und musste mich dabei nichtmal anstrengen. Auch werde ich die Reihe aufjedenfall weiterlesen und ich bin gespannt was da noch so alles passieren wird. 

4/5 Sternen

Nil - Lynne Matson

Teenager die sich plötzlich auf einer Insel wiederfinden die nicht existieren? Die nur ein Jahr Zeit haben eines der Tore zu erwischen und von Nil zu fliehen, ansonsten sterben sie? Hörte sich genau nach meinem Geschmack an und war es letztendlich auch. Die Idee die hinter Nil steckt finde ich sehr interessant. Zwar erfährt man bis zum Schluss hin nicht was genau es mit der Insel auf sich hat, doch einer der "Bewohner" wirft zumindest eine Theorie in den Raum die recht plausible klingt. Es geht aber auch nicht darum heraus zu finden was genau Nil ist weshalb immer wieder Teenager oder Tiere auf der Insel landen.

Nein, es geht ums nackte Überleben und darum, das die Zeit gegen einen ist. Wer hier ein Abenteuer a lá Lost erwartet wird wahrscheinlich enttäuscht sein, denn es gibt zwar durchaus spannende und brenzlige Situationen, aber das Hauptaugenmerk liegt auf den Charakteren, den zwischenmenschlichen Beziehungen und dem Überleben auf Nil. Obwohl es am Anfang so aussieht, ist auf Nil nicht alles eitel Sonnenschein, im Gegenteil. Die Insel hat ihre schönen und ihre schlechten Seiten und das bekommt man auch immer wieder zu spüren.

Manche der Bewohner schaffen es eines der Tore zu erwischen, wieder andere.... nunja, schaffen es auf die ein oder andere Art und Weise nicht und sterben. Und sterben tun hier wirklich viele. Immer wieder wird man mit dem Tod konfrontiert und mit der Zeit, denn Thad, einer der Protoganisten, hat nur noch einige wenige Wochen bevor er die ein Jahres Grenze erreicht. Erzählt wird das Buch aus zwei Perspektiven, einmal die von Charley, die es neu auf die Insel verschlägt, und einmal die von Thad, der jetzt schon fast ein Jahr auf der Insel festsitzt und der momentane Anführer von Nil City ist.

So bekommt man einen ziemlich guten rundum Blick. Durch Charley, für die alles neu ist, bekommt man die nötigen Erklärungen und durch Thad einen tiefen Einblick in das Leben auf der Insel. Die Liebesgeschichte zwischen den beiden fand ich auch sehr schön und zu meiner Überraschung war sie keineswegs überstürzt. Charley und Thad fühlen sich zwar gleich zum anderen hingezogen, aber bis die beiden wirklich zusammen kommen, vergeht ziemlich viel Zeit.

Mir gefiel Nil sehr gut und das soll bei einem Einzelband schon etwas heißen.

4/5 Sternen

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